Details zu den 

Veranstaltungen 2024

1. Veranstaltung - 8. Juni 2024

Transformiert das Dorf!

Baukultur in ländlichen Räumen

Der aus Kautzen stammende Benjamin Altrichter ist Architekt und einer der vier Ruranauten, die eine neue rurale (=ländliche) Baukultur mit innovativen Ideen beleben und das Zusammenleben der Ortsbewohner fördern wollen. Um dies zu realisieren, gründete er die Zukunftswerkstatt Heimatmuseum in Kautzen als Reallabor für eine Entwicklungsstrategie für ländliche Räume. In der Veranstaltung „Transformiert das Dorf! – Baukultur in ländlichen Räumen“ am 8. Juni in der Kulturbrücke im Gutshof Fratres zeigte Altrichter Wege und Möglichkeiten auf, wie solche Zukunftsvisionen in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung umgesetzt werden können. Ziel ist, den regionalen Teufelskreis wie fehlende Infrastruktur, Mangel an Arbeitsplätzen und die dadurch bedingte Abwanderung zu durchbrechen.

Fotos: © hannes reisinger

2. Veranstaltung - 6. Juli 2024

Prozess und Verwandlung

KAFKAS Rätselhafte Textwelten

Der Kurator Elmar Csaplovics führte durch den Thementag. Nach jedem Auftritt der Protagonisten gab es eine kleine Podiumsdiskussion, bei der interessante Fragen gestellt und diskutiert wurden. Man merkte, es waren Kenner im Publikum. Als Erste trat Gisela Steinlechner auf die Bühne und erzählte über Franz Kafkas Leben und Werke.

Anschließend las Jaroslav Rudiš aus seinen Romanen und zog das Publikum in seinen Bann. Man konnte nachempfinden, dass die beiden Städte Prag und Wien sich in gar nicht so weit zurückliegender Vergangenheit einmal sehr nahestanden. 

Nach der Pause trug Bernhard Setzwein Passagen aus seinem Buch „Kafkas Reise durch die Bucklige Welt” vor. Zwischen den einzelnen Auftritten und Lesungen umspielte Hans Kistler den Thementag mit Musik auf seiner Klarinette und machte die Gedanken wieder frei für weitere Reisen in Kafkas Textwelten.

Es gab auch einen kleinen Büchertisch, an dem viele Bücher Kafkas und der anwesenden Autoren verkauft wurden.

Fotos: © hannes reisinger.

3. Veranstaltung - 26. Juli 2024

Afrika im Waldviertel

Mit Kunst gegen Rassismus

Die Veranstaltung kuratierte der aus Kamerun stammende Literaturwissenschaftler und Buchautor Daniel Romouald Bithou. Er ist Leiter des Kulturvereins Afrieurotext in Wien, der sich gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzt und soziale und kulturelle Ideen über nationale Grenzen hinweg weiterentwickelt.

Peter Coreth, Gründer der Kulturbrücke und des Museum Humanum, zitierte in seiner Begrüßungsrede Gedanken einer Bamum-Prinzessin aus einem westafrikanischen Königreich, die in Paris studierte und daher beide Welten kennt. Im Galerieraum des Museum Humanum präsentierte Daniel Bitouh Bilder der menschenverachtenden Behandlung der Sklaven in Kolonialplantagen und Bergbaukolonien und als Parallele dazu auch von Menschen in Konzentrationslagern in Europa während des Zweiten Weltkriegs. Die in Peru aufgewachsene Künstlerin und Forscherin Benazir Basauri Torres gab in ihrer Rede einen Einblick in den europäischen Kolonialismus in Lateinamerika und in die Zeit danach.

Auf dem Kamale Ngoni („Instrument der jungen Männer“), einem typischen Saiteninstrument aus Mali, interpretierte der in Wien lebende Adamo Dicko mitreißende afrikanische Musik. Eric Togotie Diabète begleitete ihn an der Trommel.

Fotos: © hannes reisinger.

4. Veranstaltung - 8. August 2024

Mystische Dichtung

in Orient und Okzident

Die mystische Dichtung von Rumi und Llull wurde von dem Komponisten, Musiker, Wissenschaftler und Uni-Professor in Ruhestand Werner Schulze in einem packenden Vortrag dem Publikum näher gebracht.

Unterbrochen in ersten Teil von dem Gesang von Antoni Rossell, welcher eine altkatalanische Versdichtung Ramon Llulls vortrug. Nach einer Pause ging der Vortrag weiter und wurde mit der Uraufführung der Komposition „Rumi 750“ von Werner Schulz abgeschlossen.

Die hervorragenden Musiker dabei waren Daniel Johannsen – Gesang, Iva Kovač – Flöte, Stefan Teufert – Violoncello und Tina Žerdin – Harfe.

Am Ende gab es leider keine Zugabe aber dafür Standing Ovations.

Fotos: © hannes reisinger.

5. Veranstaltung - 31. August 2024

Böhmerwaldgeschichten

eine literarische Begehung

Der Salzburger Autor Christoph Janacs las aus seinen Gedichtzyklen zum Böhmerwald und zu Adalbert Stifter. Janacs ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung und Träger des Salzburger Lyrikpreises.

Es folgte eine Filmvorführung von Lenka Ovčačková, einer Prager Filmemacherin und Wissenschaftlerin. Sie stellte in dem Dokumentarfilm „Im Einen alles, im All nur Eines“ das südböhmische Gratzener Bergland vor, das mit Graf Georg Franz August von Buquoy verbunden ist, dem Gründer des ersten Naturreservats Europas (1838).

Weiter ging es mit einer Lesung von Peter Becher aus seinem im Böhmerwald spielenden Roman „Unter dem Steinernen Meer“, der in die dunkle Vergangenheit der 1930er- und 40er-Jahre zurückblendet. Peter Becher ist Vorsitzender des Münchner Adalbert Stifter Vereins und Mitglied des tschechischen PEN.

Der bekannte tschechische Blues-Musiker Josef Guslbauer begleitete die Programm Übergänge jeweils mit Musikstücken und gab zum Abschluss ein kurzes Konzert.

Fotos: © hannes reisinger

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