Auszeichnungen der letzten Jahre


Ö1 Publikumspreis 2023

Maecenas Ö1 

Der Ö1 Pubikumspreis wurde an die Kulturbrücke Fratres verliehen, deren Obmann Karl Kremser (rechts) die Skulptur aus den Händen von Silvia Lahner (2.v.r.), Leiterin der Ö1 Kultur-Abteilung, entgegennahm.

 Anerkennungspreise erhielten das „Kunstmuseum Waldviertel“ in Schrems, vertreten durch Ruth Schremmer (links), sowie Harald David (2.v.l.) für den „Kunstraum David“ und den „Fit for Life - Literaturpreis für Suchtkranke“ in Wien.

© Fotoatelier Christian Schörg 

2016 Österreichisches Museumsgütesiegel  VERLEIHUNG DES ÖSTERREICHISCHEN MUSEUMSGÜTESIEGELS

Das Nationalkomitee ICOM Österreich und der Museumsbund Österreich haben im Rahmen eines Festakts im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt dem Museum Humanum das „Österreichische Museumsgütesiegel“ verliehen. Die Laudatio hielt Dr. Danielle Spera, ehemalige ZIB-Moderatorin und jetzige Direktorin des Jüdischen Museums in Wien. Mit dem Gütesiegel werden Museen ausgezeichnet, die den international gültigen ICOM-Standards für Museen entsprechen und sich in besonderer Weise für Qualitätskontrolle und Qualitätsverbesserung einsetzen.

2010 Anerkennung Forschung & Innovation  - FORSCHUNG & INNOVATION IN NÖ MUSEEN: ANERKENNUNG

Unter den etwa 700 Museen im Land Niederösterreich konnte sich das Museum Humanum der Kulturbrücke Fratres 2010 bei der Auslobung des Jubiläumspreises für „Innovation und Forschung in Museen Niederösterreichs“ im Spitzenfeld positionieren und wurde – zusammen mit 15 anderen Museen – in einer Broschüre gewürdigt.

„Die in den Museen aufbewahrten Sammlungen, ob naturwissenschaftlich oder kulturhistorisch von Bedeutung, sind integraler Teil unseres eigenen Kulturerbes und damit des Kulturerbes der Menschheit. Von der Erforschung dieser Sammlungen gehen für die Fachwissenschaften wichtige Impulse aus. Gleichzeitig können Museen durch Kooperationen mit universitären Einrichtungen profitieren. Die vorliegende Publikation spiegelt die Bandbreite des wissenschaftlichen Schaffens in niederösterreichischen Regionalmuseen wider. Zugleich werden jene Menschen vorgestellt, die hinter diesen Forschungsaktivitäten stehen. Als Landeshauptmann danke ich den portraitierten Personen und Institutionen für ihre fachliche Kompetenz und ihr besonderes Engagement.„ - LANDESHAUPTMANN DR. ERWIN PRÖLL

2010 Prix Jeanne de Ferrette - EUROPÄISCHER KULTURPREIS „PRIX JEANNE DE FERRETTE

Anlässlich des 60. Jubiläums des „Schuman-Planes“, der zur Gründung der Montan-Union und später zur „Föderation Europas“ führte, hat die im Aargau gegründete Wessenberg-Akademie die Preisträger ihres 1. Euro-regionalen Kultur- und Geschichtswettbewerbs „Grenzen fließen“ geehrt. Der Hauptpreis, um den sich Kulturträger aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Rumänien, Tschechien und Österreich beworben hatten, ging nach Österreich. Der Gewinner ist der Gründer der Kulturbrücke und des Museum Humanum in Fratres an der tschechischen Grenze, Dr. Peter Coreth. Die internationale Jury würdigte Coreths Bemühungen um einen Kulturaustausch in Mitteleuropa und die Vermittlungsarbeit zwischen unterschiedlichen Kulturen und Weltbildern.

Für seine „Initiative zur Überwindung von Grenzen“ konnte Coreth den Preis – eine wertvolle Statuette namens „Der Magier“ des deutschen Künstlers Johannes Dörflinger entgegennehmen, die der österreichische Vizekanzler a.D., Dr. Erhard Busek vom Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) gestiftet hat. Der 2. Preis ging an den bekannten Elsässer Historiker Dr. Mark Glotz, der 3. Preis an den ehemaligen Schweizer Außenminister Tschudi.

2009 Österreichische Museumspreis - AUS DER LAUDATIO DES BUNDESMINISTERIUMS:

„… Seit seiner Gründung ist das Haus einen eigenwilligen und eigenständigen Weg gegangen und ist dabei äußerst erfolgreich unterwegs. Das wesentliche Ziel, die Bewusstmachung eines sich im neuen Europa ständig erweiternden gemeinsamen Kulturraumes, der sich durch die Vielfalt der Kulturen seiner Regionen auszeichnet, wird einerseits durch die spannende Dauerausstellung, die sich herkömmlichen musealen Präsentationen entzieht, andererseits durch die Funktion als Kulturbrücke zum tschechischen Nachbarn hervorragend erreicht. Die auf das Mensch-Sein zentrierte Dauerausstellung ist bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.…“

Sektionschef Dr. Michael P. Franz (Innsbrucker Hofburg, 26. November 2010).

2007 Kulturpreis des Landes Noederösterreich 

Die Überreichung der Kultur- und Wissenschaftspreise durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll fand am 9. November 2007 in der Aula der Donauuniversität Krems statt. Kulturbrücke- und Museums-Gründer Peter Coreth wurde für Leistungen im Bereich Erwachsenenbildung gewürdigt. Im Anschluss an den Festakt luden der Landeshauptmann und die Donau-Universität Krems zu einem Empfang.

2006 Nominierung für den Milestones-Zukunftspreis 

Im zehnten Jahr ihres Bestehens wir die Kulturbrücke für den „Milestone“-Zukunftspreis 2006 nominiert und landet mit zwei anderen Kulturinitiativen in der Endauswahl. Der Verein wird im Rahmen einer Gala in St. Pölten vorgestellt. Landeshauptmann Erwin Pröll gratuliert dem Präsidenten der Kulturbrücke, Karl Kremser, zur erfolgreichen Kulturarbeit von Fratres.

2004 COMENIUS-MEDAILLE  - FÜR BEITRAG ZUR EUROPÄISCHEN VÖLKERVERSTÄNDIGUNG

Der Gründer der Kulturbrücke und des Museum Humanum, Peter Coreth, erhielt aus den Händen des Direktors des Prager Comenius-Museums, Ludovit Emanuel, die Comenius-Medaille für Verdienste um die europäische Völkerverständigung. Seit 1996 war Fratres – zusammen mit Slavonice – der Austragungsort der alljährlich stattfindenden „Internationalen Carl-Orff-Woche der Begegnung“, an der in den Folgejahren bis zu 120 Musikpädagogen aus 16 Nationen teilnahmen. Im Zusammenwirken mit dem Orff-Institut der Salzburger Universität Mozarteum, der Carl-Orff-Stiftung München und diverser Orff-Gesellschaften aus dem ehemaligen Osteuropa gelang es ab 2000, diese von Dozent Coloman Kallos ins Leben gerufene Kurswoche jedes zweite Jahr in einem anderen der neuen EU-Mitgliedsländer anzusiedeln. Dieser Turnus ermöglichte nicht nur eine nachhaltige Vernetzung mitteleuropäischer Musikpädagogen nach Jahrzehnten der erzwungenen Trennung, sondern auch grenzüberschreitende Begegnungen, die dazu beitrugen, einer neuen Nachbarschaft Konturen zu geben. Häufig inspirierten Motive aus dem Museum Humanum die Jahresthemen, wobei unter Mitwirkung namhafter Komponisten und Wissenschaftler spartenübergreifend Annäherungen von Musik und Tanz an die Bildende Kunst unternommen wurden.

2004 Großer Würdigungspreis der Republik Österreich  - FÜR BEITRAG ZUR EUROPÄISCHEN VÖLKERVERSTÄNDIGUNG

In Anerkennung herausragender Leistungen auf dem Gebiet grenzüberschreitender Kulturarbeit wurde der Kulturbrücke Fratres der Große Würdigungspreis der Republik Österreich 2004 zuerkannt. Der Festakt fand am 1. Dezember im überfüllten Saal des Palais Porcia in Wien statt. Die Preisverleihung nahm der Staatssekretär für Kunst und Kultur, Franz Morak, vor. Die Laudatio hielt die Schriftstellerin Lotte Ingrisch. Es spielte das Erwin-Schulhoff-Quartett

AUS DER LAUDATIO VON LOTTE INGRISCH:

„…Eine Brücke, die nicht nur Kulturen verbindet. Sondern die Fragmente des menschlichen Geistes. Traum und Wirklichkeit, Irreales und Realität, Wissenschaft und Kunst. Beides voneinander getrennt zu haben, ist die Sünde unserer Zivilisation. „Ich bin Mathematiker“, schreibt Norbert Wiener, Vater der Kybernetik, in seiner Autobiographie .“Das heißt, ich bin Künstler!“ (…) Es gibt weder richtige, noch falsche Theorien. So wenig, wie es richtige oder falsche Musik gibt. Wer die Künste von den Wissenschaften trennt, hat nichts von ihnen verstanden. Überhaupt nichts. Sie sind nie absolut, und sie sind keine Gegensätze. Sondern Instrumente der Erkenntnis, auf denen wir unsere Melodien spielen.

Das Triumvirat von Fratres, nämlich Coreth, Mastnak und Schwendinger, hat es erkannt und getan. Die Universität auf der Wiese, der Konzertsaal im Wald, eine Brücke über die Welten. Auf den Instrumenten von Fratres werden meine Lieblingsmelodien gespielt.“

 AUS DER DANKESREDE VON PETER CORETH:

...Es sollte uns auffallen, daß tausende Familien in unserer Region dabei sind, ihre Lebensgrundlage zu verlieren, und daß man darauf auch kulturpolitisch reagieren muß! Ganze Bevölkerungsgruppen diesseits und jenseits der Grenze begreifen sich als Verlierer einer ökonomischen oder gesellschaftlichen Umwälzung. Und das erzeugt Zukunftsangst, die sich leider ganz leicht in Feindbilder verwandeln lässt. (…) Mit der Transformation von Weltbildern, politischen Systemen und Märkten gehen immer Orientierungsverluste einher. Worauf es ankommt, ist, daß dieses Vakuum kulturell aufgefüllt wird! Dazu bedarf es einer sinnstiftenden Kulturarbeit, die Lebensfragen aufgreift. Und es bedarf einer Kunst, die nicht bloß Ablenkung ist, nicht bloß Verzierung des Lebens, sondern Denkanstoß, Weiterentwicklung unserer Identität, Beistand im Veränderungsprozeß: eine Kunst also, die ergreift und bewegt, weil sie Teil des Lebens ist. (…) Hier sehen wir für uns eine Aufgabe, die wir konsequent wahrnehmen wollen: mit anspruchsvollen, zu wenig beachteten Themen, mit interdisziplinären Fragestellungen, oft experimentell, respektlos kritisch, manchmal auch widerständig und politisch unliebsam, immer jedoch inspiriert von dem Wunsch, Verwandlungen durch Kunst zu ermöglichen! (…) Kultur dieser Art zu veranstalten, ist nicht zuletzt ein Riesenvergnügen! Gehen Sie also davon aus, daß Ihnen die unbequeme Stimme aus dem Nordkap Österreichs noch länger erhalten bleibt.“

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